Image: Foto: Tina Dokl, Gorenjski glas

Foto: Tina Dokl, Gorenjski glas

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Dialekte bereichern unsere Sprache

Der Zeitungsverlag Gorenjki glas widmete seine Veranstaltungsreihe „Glasova preja“ diesmal dem dritten Teil des grenzüberschreitenden Projekts LINGUA, das im Rahmen des Interreg-Programms Slowenien - Österreich 2021–2027 durchgeführt wird. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion erörterten die Möglichkeiten zur Erhaltung des Gailtaler Dialekts, der sich im Gebiet des Gailtals in Kärnten, des Kanaltals in Italien und um Rateče im Nordwesten Sloweniens herausgebildet hat.

Gäste der Veranstaltung Glasova preja mit dem Titel „Dialekte beleben unsere Sprache“, die von der Journalistin Suzana Podgoršek Kovačič von der Zeitung Gorenjski glas moderiert wurde, waren: Sanja Boto, Vertreterin der Hermagoras/Mohorjeva aus Klagenfurt als Projektkoordinatorin, die Dialektologin Dr. Jožica Škofic, Mag. Martina Piko-Rustia, wissenschaftliche Leiterin des Slowenischen Volkskundeinstituts Urban Jarnik, der Journalist Jože Košnjek, Rudi Bartaloth, stellvertretender Vorsitzender des Slowenischen Kulturzentrums Planika, und Matjaž Podlipnik, Mitarbeiter des Museums des Oberen Savetals in Jesenice.

Sanja Boto erklärte, dass das Projekt LINGUA, dessen Ziel die Förderung der sprachlichen und kulturellen Verbindungen im Grenzgebiet zwischen Slowenien und Kärnten ist, auf drei Ebenen umgesetzt wird. Diese sind der Austausch von Wissen und bewährten Praktiken im Bereich der vorschulischen Bildung (in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Škofja Loka), die Bewusstseinsbildung für das sprachliche und kulturelle Erbe (mit der Zeitung Gorenjski glas) sowie die Entwicklung einer Lösung zur Erhaltung des Gailtaler slowenischen Dialekts unter der Leitung der Hermagoras/Mohorjeva. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung eines digitalen Tools zur Sprache-zu-Text-Umwandlung, an dem Expertinnen und Experten der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Computerwissenschaften der Universität Maribor mitwirken. Zu diesem Zweck mussten 100 Stunden Audioaufnahmen des Gailtaler slowenischen Dialekts transkribiert werden. Diese Arbeit wurde mit Unterstützung des Slowenischen Volkskundeinstituts Urban Jarnik durchgeführt.

Die Dialektologin Jožica Škofic vom Institut für slowenische Sprache Fran Ramovš an der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste stellte einige Merkmale des Dialekts von Rateče vor und merkte an, dass sich der Dialekt der Einwohner:innen von Rateče der Dialektvariante von Kranjska Gora annähert, in dem der Gailtaler slowenische Dialekt in den Oberkrainer Dialekt übergeht.

Martina Piko-Rustia, wissenschaftliche Leiterin des Slowenischen Volkskundeinstituts Urban Jarnik in Klagenfurt, und Rudi Bartaloth, stellvertretender Obmann des Slowenischen Kulturzentrums Planika in Uggowitz (Italien), sprachen bei der Podiumsdiskussion über die Bemühungen zur Erhaltung der slowenischen Sprache unter den Slowen:innen im Grenzgebiet in Form von Sprachkursen, der Herausgabe von Büchern, CDs und Dialektwörterbüchern sowie der Erfassung von Haus- und Flurnamen.

Mehr darüber (auf Slowenisch) im Gorenjski glas.