
Slowenische Flur- und Hofnamen
Im Jahr 2010 wurden die slowenischen Flur- und Hofnamen in Kärnten in das österreichische nationale Verzeichnis des…
Nužej Tolmaier war langjähriger Sekretär des Christlichen Kulturverbandes und Obmann des Volkskundevereins Urban Jarnik in Klagenfurt. Als unermüdlicher Kulturarbeiter der slowenischen Volksgruppe setzte er sich zeitlebens um die Förderung der slowenischen Kultur und den Erhalt des kulturellen Erbes in Südkärnten ein. Er wurde 1942 im Lager Frauenaurach in Erlangen geboren, wohin seine Familie vertrieben wurde. Sein ganzes Leben lang war er in der Kultur aktiv. 1965 erhielt er eine Anstellung beim Christlichen Kulturband und beim Rat der Kärntner Slowenen. Im Dezember 1965 wurde er zum Sekretär des Christlichen Kulturbandes gewählt und übte diese Funktion 39 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2004 aus. Im gleichen Jahr wurde er zum Obmann des Slowenischen Volkskundevereins gewählt und übte diese Funktion bis zuletzt aus.
Der Christliche Kulturverband (KKZ) hat während seiner Tätigkeit ein breites Spektrum an Aktivitäten entwickelt, die sich auf alle Kulturbereiche erstrecken – von Theater, Gesang und Literatur bis hin zur Umsetzung von Forschungsaktivitäten. Viele Aktivitäten sind zu einem festen Bestandteil des KKZ geworden, wobei sich Nužej Tolmaier besonders um die Jugendarbeit bemühte. In seiner Organisation erschienen zahlreiche Publikationen auf dem Gebiet der Musik und Ethnologie sowie Monographien zu verdienstvollen Persönlichkeiten. Nužej Tolmaier setzte sich auch für die Gründung der Slowenischen Musikschule in Kärnten, für die Präsentation der kulturellen Aktivitäten der Kärntner Slowenen bei den Kärntner Kulturtagen in Ljubljana, Maribor und im italienischen, zweisprachigen Küstenland.
Als der Christliche Kulturveband eine volkskundliche Abteilung gründete, konzentrierte Nužej Tolmaier sein ganzes Organisationstalent auch auf die Erhaltung der Volkskultur der Kärntner SlowenInnen. Die Tätigkeit im Bereich der Ethnologie nahm danach stark zu, woraufhin 1992 das Slowenische Volkskundeinstitut Urban Jarnik als eigenständige Forschungsinstitution und 1994 der Volkskundeverein Urban Jarnik als Rechtsträger des Instituts gegründet wurden. Mit Hilfe vieler externer MitarbeiterInnen, EthnologInnen und ExpertInnen anderer Wissenschaften, die Nužej Tolmaier begeistern konnte, wurden bedeutende Forschungen und Dokumentationen durchgeführt, wie z. B. die Dokumentation von Lebensgeschichten der Kärntner SlowenInnen, interdisziplinäre Studien zu einzelnen Orten (Zell/Sele, Rinkenberg/Vogrče, Eberndorf/Dobrla vas), Erforschung der Tracht und Bekleidungskultur im Gail-, Rosen- und Jauntal, Dokumentation des Architekturerbes, kunsthistorische Studien, Forschungen zum Brauchtum, über Märchen und Sprichwörter, Kinderspiele, Tanztradition, Volksmedizin, Dokumentation slowenischer Inschriften auf Grabsteinen, Dokumentationen slowenischer Haus- und Flurnamen und nicht zuletzt zahlreiche Forschungen zu Volksliedern, denen Nužej Tolmaier eine besondere Aufmerksamkeit schenkte.
Tolmaiers Liebe zu den heimischen Volksliedern kommt insbesondere in seiner umfangreichen Liedersammlung Tiha zemlja zum Ausdruck. Das Buch enthält Volkslieder von den ältesten Aufzeichnungen bis zu Liedern, die noch heute in Radsberg/Radiše und Umgebung gesungen werden. Unter seiner Leitung wurde auch das Museum für Alltagsgeschichte in Köstenberg/Kostanje eingerichtet. Darüber hinaus hat Nužej Tolmaier immer wieder junge ForscherInnen unterstützt und ihnen ihre ersten Publikationen ermöglicht.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Slowenischen Volkskundeinstituts trauern um ihn, danken ihm für all seine Unterstützung und sprechen seiner Familie aufrichtiges Beileid aus.
Slowenische Flur- und Hofnamen
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Landkarten mit Flur- und Hofnamen
Seit 2008 werden in zweisprachigen Gemeinden Landkarten mit slowenischen Flur- und Hofnamen veröffentlicht. Die ersten…
Jugendliche
Das Slowenische Volkskundeinstitut berät bei Diplomarbeiten und vorwissenschaftlichen Arbeiten zu ethnologischen Themen und bietet den Studierenden Praxis an, die sie beim Institut verrichten können. In Workshops an Schulen wird das Kulturerbe jungen Generationen vorgestellt, wobei die Jugendlichen dazu angeregt werden, selbst Forschungsarbeiten durchzuführen. Das Institut…
Audiodokumentationen von dialektalen geographischen Namen der Gemeinde Zell/Sele
Im Jahr 2022 wurde die neue Wanderkarte der Gemeinde Zell/Sele mit standardsprachlichen geographischen Namen publiziert.…
Immaterielles Kulturerbe als Chance für Teilhabe und regionale Entwicklung
Unter dem Titel „Immaterielles Kulturerbe als Chance für Teilhabe und regionale Entwicklung“ organisierten die…
Aufruf zur Einreichung von Projekten zum Schwerpunktjahr 2023
Das Land Kärnten hat auf Vorschlag des Kärntner Kulturgremiums das Jahr 2023 zum „Jahr der Volkskultur“ ausgerufen. Zum vielfältigen und umfangreichen Programm zählt auch die Ausschreibung, an der gemeinnützige Vereine, Verbände, Organisationen oder Gruppen mit volkskulturellen Anliegen teilnehmen können.
z ustreznicami v slovenskem knjižnem jeziku, v nemškem jeziku in etimološko razlago Pavel Apovnik
Verschriftlichung und Standardisierung Martina Piko-Rustia