Identitetne opredelitve mladih v slovenskem zamejstvu

Mladi v slovenskem zamejstvu: družbeni in kulturni konteksti ter sodobni izzivi

Cover: Identitetne opredelitve mladih v slovenskem zamejstvu

Milan Obid (red.)

Der zweite Band dient zur Erforschung der Identitätsbestimmungen von Jugendlichen. Hierbei stießen die ForscherInnen auf Ähnlichkeiten, aber auch auf große Unterschiede in den verschieden autochthonen Minderheitengebieten. Zu diesem Zweck wurden die Minderheitengebiete als soziale Einheiten behandelt.

Zu den bedeutendsten Faktoren für die Herausbildung der räumlichen und territorialen Identität wurde die sozioökonomische Entwicklung in den einzelnen Regionen gezählt. Nach Analysen sei diese am schlechtesten im Raabgebiet (Ungarn) und im Gebiet der slowenischen autochthonen Minderheit in Kroatien. In vielen Interviews kam zum Ausdruck, dass die räumliche und territoriale Identität auch ein wichtiger Faktor der gefühlsmäßigen Beziehung zum Heimatort sei. Hierbei stießen die ForscherInnen in Österreich und Italien auf eine territoriale Identität, die mit dem historischen Bewusstsein über Diskriminierungen, die die Vorfahren erlebten, verbunden ist. Sie stellten auch fest, dass für das Bewahren der Minderheiten-Identität neben dem historischen Bewusstsein weder ausschließlich die sprachliche Kompetenz der Angehörigen noch die objektive Tatsache als Nachfahre entscheidend sei und dass es für die Jugendlichen ebenso wichtig sei, die Volkszugehörigkeit bzw. die Identität im Alltag zu erleben.

Herausgeber: Institut für Volksgruppenfragen in Ljubljana (INV) in Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen in autochthonen Minderheitengebieten, Klagenfurt/Celovec, Ljubljana 2018. (slowenisch mit Zusammenfassungen auf Italienisch, Deutsch, Ungarisch, Kroatisch, Englisch)