Image: Gailtaler Brautschürze bei der Ausstellung in Moskau 1867, Foto: T. Domej

Gailtaler Brautschürze bei der Ausstellung in Moskau 1867, Foto: T. Domej

Bekleidungskultur im Gailtal

Die Tracht und Bekleidungskultur im Gailtal untersuchten die Ethnologin Dr. Marija Makarovič und die akademische Malerin Jana Dolenc, die die Zeichnungen und Schnitte beitrug. Neben der Feldforschung in den Jahren 1989 und 1990 verliefen auch Recherchen in den Archiven.

Die Anregung, die Tracht im zweisprachigen Gebiet Südkärntens zu untersuchen, kam vom damaligen Sekretär des Christlichen Kulturverbandes Nužej Tolmajer. Unter den Kärntner Trachten nimmt wegen ihrer Farbenpracht einen besonderen Platz gerade die Frauentracht ein, die im Unteren Gailtal getragen wird. Marija Makarovič sichtete zahlreiche schriftliche Quellen, die bis Anfang des 20. Jahrhundert größtenteils auf Deutsch verfasst sind. Die Autoren bezeichnen die kurze Gailtaler Frauentracht als „Tracht der slowenischen Gailtaler oder als Tracht der Gailtaler Slowenen“ während sie die lange Tracht den deutschsprachigen Gailtalerinnen zuschreiben. Über die einstige und gegenwärtige Tracht sowie die Bekleidungskultur unterhielten sich Marija Makarovič und Jana Dolenc mit zahlreichen Gailtalerinnen und Gailtaler, die die erhaltenen Kleidungsstücke und Accessoires auch gerne zeigten. Für diese Forschung sichtete Maria Makarovič auch das Material im Kärntner Landesarchiv, dem Archiv der Diözese Gurk, wertvolle Hinweise bekam sie aber auch im Landesmuseum Kärnten.