Jugendliche in autochthonen Minderheitengebieten

Von 2013–2016 verlief das Forschungsprojekt „Jugendliche in autochthonen Minderheitengebieten: gesellschaftliche und kulturelle Kontexte sowie zeitgenössische Herausforderungen“. Projektansatz ist die Erkenntnis, dass Jugendliche gegenwärtig die entscheidende Rolle in allen Minderheitengebieten in Österreich, Italien, Kroatien und Ungarn spielen.

Die interdisziplinär konzipierte Forschung beruht auf Aspekten, die auf die Ethnizität der Jugendlichen, auf ihre Einbeziehung in das gesellschaftliche Leben, auf ihre Beziehungen zur Mehrheitsbevölkerung in Staaten, in denen sie leben, und auf ihre Beziehungen zum Mutterland einwirken. Die Forschung beruht auf quantitativen und qualitativen (narrativen) Interviews sowie auf einschlägiger Literatursichtung. Martina Piko-Rustia war Mitarbeiterin in diesem Projekt, gemeinsam mit Milan Obid vom Slowenischen wissenschaftlichen Institut in Klagenfurt erforschte sie die Situation in Kärnten. Martina Piko-Rustia interwiete auch Jugendliche in der Steiermark. Im Projekt erschienen vier Sammelbände.

Projektträger: Institut für Volksgruppenfragen in Ljubljana (Inštitut za narodnostna vprašanja, INV) in Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen in autochthonen Minderheitengebieten:

  • Slowenisches wissenschaftliches Institut in Klagenfurt (Slovenski znanstveni inštitut)
  • Slowenisches Volkskundeinstitut Urban Jarnik in Klagenfurt (Slovenski narodopisni inštitut Urban Jarnik)
  • Slowenisches Forschungsinstitut in Triest (Slovenski raziskovalni inštitut)

Das Projekt wurde von der Öffentlichen Agentur für Forschungstätigkeiten der Republik Slowenien (Javna agencija za raziskovalno dejavnost Republike Slovenije, ARRS) finanziert.